Arbeitsbesuch in Brüssel

Im Rahmen einer Studienreise stand für die Vorstandsmitglieder unseres LEADER-Managements „südburgenland plus“ ein dichtes Besuchsprogramm auf dem Plan.

Einmal hinter die Kulissen blicken und Antworten aus erster Hand erhalten – das war das Ziel einer Studienreise, die 18 Teilnehmer von südburgenland plus in unterschiedliche Institutionen der Europäischen Union führte. Digitalisierung, Mobilität, Landwirtschaft, Bildung waren Themen, die auf regionaler Ebene beleuchtet wurden. Strategien und Zukunftsaussichten wurden dabei ebenso diskutiert wie Vernetzung, Erfahrungsaustausch und Förderprogramme. „Einmal mehr wurden wir daran erinnert, dass uns seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union viele Fördermittel zu Gute kamen“, erörtert LEADER-Obmann LAbg. Bgm. Walter Temmel. „Wir bekamen viele interessante Insider-Informationen und sind zuversichtlich, dass unsere Region auch in Zukunft von der Europäischen Union profitieren wird.“ Obmann-Stv. Gerhard Pongracz freut sich, „dass wir als kleine Region in Brüssel ernst genommen werden. Dies zeigt sich auch darin, wie sehr sich die verschiedenen Ansprechpartner auf die Situation des Südburgenlandes vorbereitet hatten.“

Gleich am Ankunftstag stand ein wichtiges Thema im Südburgenland auf der Agenda – Mobilität. Herald Ruijters, Referatsleiter der Abteilung Mobilität und Transport in der Europäischen Kommission, kennt das Südburgenland gut. Er sieht nicht nur große, länderübergreifende Verbindungen als wichtige Vorhaben, sondern darüber hinaus die Verknüpfung mit dem öffentlichen Nahverkehr. Für ihn ist die Belebung von Nebenbahnen ein „Muss“, damit eine sinnvolle Mobilitätslösung gefunden werden kann.

Beim Besuch des Europäischen Parlaments wurde die Gruppe von zwei österreichischen Europa-Abgeordneten empfangen. Dr. Othmar Karas und Mag.a Evelyn Regner sprachen über die Aufgaben des Europaparlaments und wiesen auf die Möglichkeit jedes einzelnen europäischen Bürgers hin, bei den kommenden Wahlen zum EU-Parlament die Europapolitik aktiv mitgestalten zu können.

Der Ausschuss der Regionen, in dem regionale und lokale Politiker vertreten sind, hat beratende Funktion bei Entscheidungen der Europäischen Kommission, von Europa-Parlament und Europa-Rat. Für Österreich arbeiten 12 Delegierte, erläuterte Klaus Hullmann, welche mehrmals im Jahr in Brüssel zusammenkommen, um die politischen Prioritäten zu erörtern und Stellungnahmen zu EU-Rechtsvorschriften zu verabschieden.

Eine besondere Freude war für die Delegation von „südburgenland plus“, von einem Südburgenländer empfangen zu werden. Johannes P. Stipsits aus Stinatz ist SRSS Koordinator für Österreich im Generalsekretariat der Europäischen Kommission. Dieser Dienst unterstützt Länder u. a. bei unterschiedlichen Reform-Maßnahmen für nachhaltiges Wachstum mit Know-how und Fördermitteln.

Ein weiterer Programmpunkt war die ständige Vertretung Österreichs, wo die südburgenländische Delegation von Botschaftsrätin Mag.a Mirjam Dondi und Botschaftsrat Mag. Gerfried Gruber empfangen wurde, die Einblicke in die künftige Struktur der EU und den Stand der Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik gaben.

Der fachliche Höhepunkt für die LEADER-Vorstandsmitglieder war der Besuch bei Peter Kaltenegger, dem stellvertretenden Leiter der Abteilung Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung. Der Österreicher hatte ein offenes Ohr für die Hürden bei der Umsetzung des Förderprogrammes und konnte aktuelle Informationen zur Zukunft von LEADER geben.

„Mit sämtlichen Gesprächspartnern werden wir weiterhin Kontakt halten und gezielt Fragen stellen, wenn wir Unterstützung brauchen. Somit kommen wir von dieser Reise mit wichtigen Kontakten nach Hause, um weiterhin gut für unser Südburgenland arbeiten zu können“, zieht Geschäftsführerin Margit Nöhrer Resümee.