Auftakt für zwei neue LEADER-Projekte im Südburgenland
Unter dem Titel „Neue Nachbarn! Neue Häuser! Genug Jobs?“ lud der LEADER Verein südburgenland plus am Mittwoch, dem 27. Mai 2026, zur Auftaktveranstaltung der beiden neuen LEADER-Projekte „Zuagroaste und Dobleibende“ sowie „Employer Branding Südburgenland“ ins Kastell Stegersbach. Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Gemeinden, Wirtschaft und Regionalentwicklung folgten der Einladung und diskutierten gemeinsam über zentrale Zukunftsfragen der Region.
Nach dem Come Together eröffnete Obmann 2. LT-Präs. a.D. Walter Temmel offiziell die Veranstaltung und betonte die Bedeutung gemeinsamer regionaler Strategien: „Das Südburgenland steht vor großen Herausforderungen, aber auch vor großen Chancen. Mit diesen beiden Projekten wollen wir aktiv daran arbeiten, unsere Gemeinden lebendig, attraktiv und zukunftsfit zu gestalten – sowohl für jene, die hier geboren wurden, als auch für Menschen, die neu zu uns kommen.“
Für humorvolle und zugleich nachdenkliche Einblicke in das Zusammenleben im Dorf sorgte der gebürtige Stegersbacher Gerd Friedl. Mit seinen selbstgeschriebenen Geschichten über „Zuagroaste“, „Dobleibende“ und den alltäglichen Dorfwahnsinn brachte er das Publikum zum Lachen und regte gleichzeitig zum Nachdenken über Zusammenhalt und Offenheit an. Im Anschluss sprach Architekt DI Nikolaus Gartner über die Herausforderungen und Chancen des „Bauens am Land“. Der Fokus seines Vortrags lag auf einem sensiblen Umgang mit bestehender Bausubstanz sowie auf der behutsamen Weiterentwicklung von Ortsbildern im Spannungsfeld zwischen Wachstum, Bauordnung und Lebensqualität.
Im Mittelpunkt des Abends standen schließlich die beiden neuen LEADER-Projekte: Das Projekt „Zuagroaste und Dobleibende“ setzt gezielt Maßnahmen gegen die Jugendabwanderung und für eine stärkere Verwurzelung junger Menschen in der Region. Gleichzeitig soll die Integration von Zugezogenen unterstützt und das Zusammenleben in den Gemeinden gestärkt werden.Mit dem Projekt „Employer Branding Südburgenland“ werden die vielfältigen Job- und Ausbildungsmöglichkeiten in der Region sichtbar gemacht. Ziel ist es, bestehende Vorurteile abzubauen und das Südburgenland als attraktiven Arbeits- und Lebensraum nachhaltig zu positionieren.
Projektmanager Oliver Stangl, MSc, BSc, präsentierte konkrete Ansätze und geplante Maßnahmen der beiden Initiativen und unterstrich die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit. Zum Abschluss bedankte sich Obmann-Stellvertreter Bgm. Franz Kazinota bei allen Mitwirkenden und Gästen: „Die positive Resonanz zeigt, dass die Menschen im Südburgenland bereit sind, gemeinsam an der Zukunft ihrer Gemeinden zu arbeiten. Genau diesen Dialog und dieses Miteinander brauchen wir, um unsere Region nachhaltig weiterzuentwickeln.“
Die Veranstaltung klang bei regionaler Verpflegung und zahlreichen persönlichen Gesprächen in gemütlicher Atmosphäre aus.