Vorstandsklausur: Weichenstellungen für die Zukunft

LEADER als zentraler Motor für die Regionalentwicklung

Im Rahmen unserer Vorstandsklausur „Aktuelle Periode 23–27, Zukunft LEADER 28+ & Eigenprojekte“ wurden wichtige strategische Themen für die kommenden Jahre diskutiert. Die Klausur bot Raum, die aktuelle Förderperiode zu analysieren, zukünftige Anforderungen zu bewerten und neue regionale Impulse zu setzen.

Der besondere Fokus lag auf der Weiterentwicklung des EU-Förderprogramms LEADER, das für das Burgenland und seine LEADER-Regionen seit vielen Jahren eine unverzichtbare Bedeutung hat.

LEADER als Schlüsselinstrument für das Burgenland
Das EU-Programm LEADER ist weit mehr als ein Finanzierungsinstrument. Es ist ein wesentlicher Motor für Innovation, Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum.
Für das Burgenland erfüllt LEADER mehrere entscheidende Funktionen:

  • Partner der Gemeinden: Unterstützung bei Projektideen, Entwicklung, Einreichung und Umsetzung.
  • Initiator eigener Projekte: Die LEADER-Regionen setzen selbst Impulse, die regionale Themen voranbringen.
  • Treiber für Wertschöpfung & Lebensqualität: Projekte schaffen nachhaltige Strukturen und stärken regionale Identität.
  • Schnittstelle zur EU-Regionalpolitik: Regionale Bedürfnisse werden mit europäischen Zielen verknüpft.

„LEADER begleitet unsere Gemeinden seit vielen Jahren verlässlich und ermöglicht Projekte, die sonst nicht realisierbar wären.“

Mit Blick auf die neue EU-Förderperiode 2028+ wurde betont, wie wichtig es ist, dass die burgenländischen Regionen ihre Anliegen klar formulieren und aktiv in nationale und europäische Prozesse einbringen.

Rückblick 2023–2027: Erfahrungen und Erkenntnisse
Die Klausur bot die Gelegenheit, die laufende Förderperiode zu analysieren. Dabei wurde sichtbar, dass viele der bisherigen Projekte erfolgreich umgesetzt werden konnten und messbare Mehrwerte für Gemeinden und Bevölkerung geschaffen haben.
Gleichzeitig zeigten sich strukturelle Herausforderungen, die in den kommenden Jahren adressiert werden müssen, etwa:

  • stärkere Vernetzung regionaler Akteure
  • effizientere interne Abläufe
  • klarere strategische Schwerpunktsetzungen
  • noch zielgerichtetere Projektentwicklung

Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Ausrichtung für die Förderperiode 2028+ ein.

Eigenprojekte als strategischer Erfolgsfaktor

Ein bedeutender Schwerpunkt der Klausur war die Weiterentwicklung und Planung von Eigenprojekten. Diese Projekte ermöglichen es, Entwicklungen gezielt anzustoßen, ohne auf externe Antragsteller angewiesen zu sein.

„Als LEADER-Region wollen wir Themen selbst gestalten und Projekte vorantreiben, die unsere Gemeinden langfristig stärken.“

Eigenprojekte dienen als Ergänzung zu klassischen LEADER-Projekten und tragen zur Positionierung der Region als aktiver Gestalter bei – nicht nur als Förderstelle.

Blick nach vorne: Strategische Ausrichtung für 2028+
Die Vorstandsklausur zeigte klar: Die kommenden Jahre bringen große Chancen für die Regionen – insbesondere durch die Neugestaltung der EU-Förderperiode ab 2028.
Um diese optimal zu nutzen, wurden folgende Schwerpunkte festgelegt:

  • starke Positionierung im burgenländischen LEADER-Netzwerk
  • klare Vertretung regionaler Anliegen gegenüber Landes- und Bundesstellen
  • Entwicklung zukunftsorientierter Eigenprojekte
  • Unterstützung der Gemeinden bei regionalen Herausforderungen
  • Fokus auf Themen wie Klimawandelanpassung, Daseinsvorsorge, Mobilität, Digitalisierung und regionale Wertschöpfung

Fazit
Die Vorstandsklausur hat deutlich gemacht, wie wichtig eine gut abgestimmte strategische Ausrichtung ist. Mit einem klaren Fokus auf LEADER, neuen Projektideen und einer gestärkten Vision geht die Region gut vorbereitet in die Zukunft.

LEADER bleibt auch in den kommenden Jahren das zentrale Werkzeug, um regionale Entwicklung im Südburgenland aktiv zu gestalten, Gemeinden zu unterstützen und eigene Projekte erfolgreich umzusetzen.

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