WER UND WAS WURDE GEFÖRDERT

Das "Österreichische Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums 2007-2013" auf Basis des ELER fand seine Umsetzung in verschiedenen Förderrichtlinien. Diese gaben genau darüber Auskunft, welche Aktivitäten mit welchem Ziel innerhalb der einzelnen Regionalentwicklungsmaßnahmen gefördert wurden.

Empfohlen war dabei auch der Blick auf den allgemeinen Infoteil, um bei der Abwicklung eines derartigen EU-Projekts über die wichtigsten Rahmenbedingungen Bescheid zu wissen und damit auch wirklich rechstwirksam Förderungen zu beziehen.

Das Burgenland hat aufbauend darauf seine Entscheidung getroffen, welche Maßnahmen aus dem umfangreichen ELER-Maßnahmenkatalog über LEADER abgewickelt werden sollten und ergänzend dazu auch detaillierte Landesrichtlinien entwickelt. 

DÖRFER RUNDUM ERNEUERN

Die burgenländische Dorferneuerung war eine Maßnahme, um Gemeinden auf ihrem Weg in die Zukunft zu begleiten. 

Der überwiegende Teil der SüdburgenländerInnen lebt in kleinen Ortschaften. Viele dieser Gemeinden verfügen über gewachsene Strukturen, die das Leben am Land attraktiv machen. Doch auch hier gilt es, das Bestehende zu bewahren und die Entwicklung voranzubringen.

Die LEADER-Dorferneuerung unterstützte Gemeinden bei der Findung ihres ortstypischen Profils. In einem 6 bis 9-monatigen Prozess wurden mit Unterstützung von professionellen Prozessbegleitern zuallererst gemeindebezogene Leitbilder erarbeitet, welche die Stärken und Schwächen der Orte erhoben. In Workshops und mit Arbeitsgruppen wurden die MitbürgerInnen eingeladen, gemeinsam das Zukunftsbild ihrer Gemeinde zu erarbeiten. Im Anschluss konnten weitere Maßnahmen aus einem umfangreichen Förderkatalog in Angriff genommen werden wie z. B. Sozial- oder Energieprojekte.

TOURISMUS FÖRDERN

Das Südburgenland setzt auf sanften naturnahen Tourismus. Mit den Tourismus-Fördergeldern der LEADER-Förderschiene wurde die Nutzung der natürlichen Ressourcen und des reichhaltigen kulturellen Erbes der Region für touristische Zwecke angestrebt.

Zusammenarbeit war das Schlagwort der Stunde: Es ging z. B. um eine fächerübergreifende Vernetzung mit der Landwirtschaft und der Lebensmittelerzeugung, um das agrotouristische Potenzial zu heben. Die Winzer, die „Paradies-Betriebe", die Gastronomie und Hotellerie, die Thermenregionen sowie die Naturparke waren eingeladen, das Südburgenland in seiner Gesamtheit zu vermarkten. Ebenso waren die Volksgruppen aufgerufen, ihr tradiertes Kulturgut einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar zu machen. Gerade die kulturelle Vielfalt des Südburgenlands ist ein ganz besonderes, touristisch relevantes, Alleinstellungsmerkmal. Daher sollte vermehrt touristische Infrastruktur geschaffen und mit Ausflugszielen für Gäste - aber auch Einheimische - zu vermarktbaren Packages gebündelt werden.

NATUR SCHÜTZEN, ERBE BEWAHREN

Mit seinen sanften Hügeln und weiten Tälern ist das Südburgenland eine sanft hingegossene Landschaft. Landwirtschaft und Weinbau genießen hier noch einen hohen Stellenwert. Die ausgedehnten Wälder sind Rückzugsgebiet für Tier und Mensch und werden zunehmend als Energielieferanten genutzt.

Diese besondere Kulturlandschaft galt und gilt es zu erhalten, und dort, wo es notwendig ist, auch zu schützen. Dazu zählt eine sanfte Nutzung des Naturpotenzials ebenso wie die Schaffung von Schutzzonen in Form von Naturparken. Der Mensch und die Natur in gegenseitigen Einklang zu bringen – das war das übergeordnete Ziel dieser Fördermaßnahme. Der Naturschutz hat sich die Erhaltung wertvoller Naturlandschaften sowie deren Tier- und Pflanzenwelt zum Ziel gesetzt. Renaturierungen, Bewahrung von Lebensräumen sowie Veranstaltungen zur Erhöhung des Bewusstseins für den Naturschutz standen 2007-2013 im Mittelpunkt. Zur Bewahrung der Kulturlandschaft und des Landschaftsbildes wurden unter anderem auch Mittel für die Streuobstwiesen zur Verfügung gestellt.

GROSSE HILFE FÜR KLEINE UNTERNEHMEN

Die Zielsetzung lautete, die Professionalisierung und Optimierung von Kleinstbetrieben zu erhöhen. Dazu zählen Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitern und einem Umsatz unter 2 Mio Euro.

Die Förderung von Kleinstunternehmen zielte von 2007 bis 2013 darauf ab, sie im Marketing so zu unterstützen, dass die Angebote oder Dienstleistungen dieser Wirtschaftsbetriebe erstens breite Öffentlichkeit und zweitens AbnehmerInnen finden. Das konnte durch die Förderung von Homepages oder die Finanzierung qualitätsvoller Drucksorten erfolgen. Weiters wurden Investitionen in Nahversorgerbetrieben subventioniert.

Die Fördersätze waren sehr attraktiv:

  • Investitioenn im Nahversorgungsbetrieb: € 5.000,-- bis € 70.000,-- (40 %)
  • Homepage: max. € 15.000,-- (50 %)
  • PR-Maßnahmen für Jungunternehmer, Neugründer, Übernehmer, Kooperationen:  € 15.000,-- (50 %)

LERNENDE REGION - FÜRS LEBEN LERNEN

Lernende Region ist ein Instrument zur Stärkung des Lebenslangen Lernens im ländlichen Raum. Weil Fähigkeiten und Ausbildungen der Menschen zum wichtigsten Kapital einer Region zählen, bilden wichtige Akteure zum Thema „Lernen“ ein Netzwerk. Innerhalb von 3–9 Monaten erarbeitet das Netzwerk eine Strategie, um der örtlichen Bevölkerung passende und zielführende Lernmöglichkeiten anzubieten. Weiters legt das Netzwerk die Schwerpunkte fest und entwickelt Bildungsprojekte, die von diversen Partnern umgesetzt werden können.

Mit der Lernenden Region sollte in der EU-Periode 2007 bis 2013 die Wichtigkeit des Lernens bei den Menschen verankert werden. Das Konzept verbindet die Idee des Lebenslangen Lernens mit den Anforderungen eigenständiger Regionalentwicklung. Dadurch wird die Fähigkeit der Menschen geschult, neue Ideen und Impulse für die Region zu entwickeln. So können im ländlichen Raum neue Erfolgswege beschritten werden.

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